OS Uettligen ist Partnerschule Kulturagent.innen
Das Projekt «Kulturagent.innen für kreative Schulen» will das Interesse bei Kindern und Jugendlichen an Künsten wecken und die selbstverständliche Teilhabe an Kultur fördern sowie kulturelle Bildung strukturell verankern.
RAUM.WIRKEN – Projektjahr 2026/27
Das erste Jahr unseres Projekts RAUM.WIRKEN ist am 23. Juni mit einem gemeinsamen Abschluss zu Ende gegangen. Während der verschiedenen Workshops sind zahlreiche Bilder, Plakate, Aufnahmen und Texte entstanden – allesamt in Verbindung mit dem Thema Raum. Die entstandenen Arbeiten wurden im ganzen Schulhaus aufgehängt, sodass alle Schülerinnen und Schüler einen Gesamteindruck des Projekts erhalten konnten. Eine Auswahl der Arbeiten wurde zudem in einem kleinen Heft zusammengetragen.
Fotos von Rebecca Frey für Kulturagent.innen
RAUM.WIRKEN 2
Das zweite Projektjahr startet nach den Herbstferien. Die Kulturagentin Debo Wyss wird uns in diesem Jahr begleiten und unterstützen.
Der Fokus liegt auf der materiellen Gestaltung von Räumen. Konkret sollen der Eingangsbereich sowie der überdachte Aussenbereich des Schulhauses gestaltet werden. Der Aussenraum soll als Schwelle zwischen Innen und Aussen eine einladende Atmosphäre schaffen.
Grundlage bildet ein gemeinsames Farb- und Gestaltungskonzept mit dem übergeordneten Thema «Zusammenhalt und Gemeinschaft». Dabei soll auch berücksichtigt werden, dass der Schulhof ein öffentlicher Platz ist und Raum für unterschiedliche Aktivitäten bietet, die nicht ausschliesslich mit der Schule zu tun haben. Der Eingangsbereich wiederum ist das Bild, das die Schule nach aussen vermittelt.
Eine Person aus dem Kunstbereich wird ein Konzept für die Gestaltung entwickeln und uns während der Umsetzung begleiten. Verschiedene Kandidatinnen und Kandidaten stehen derzeit zur Auswahl; eine Entscheidung ist noch nicht getroffen worden. Das Gesamtkonzept entsteht im Austausch zwischen der Kunstschaffenden bzw. dem Kunstschaffenden, der Kulturgruppe und der Kulturagentin.
Einbezug der Klassen
In das Projekt werden die 7. und 8. Klassen einbezogen. Die 9. Klassen arbeiten an ihren Projektarbeiten sowie am Theater.
Die 8. Klassen werden das Projekt RAUM.WIRKEN 2 im weiteren Verlauf umsetzen.
Unsere Kulturagentin Debo Wyss wird den 7. und 8. Klassen im November einen ersten Input geben:
- Donnerstag, 5. November, 10.25–12.00 Uhr: 7. Klassen
- Freitag, 6. November, 13.05–14.40 Uhr: 8. Klassen
Während dieser Lektionen tauchen die Schülerinnen und Schüler in Gruppen und abwechslungsweise gemeinsam mit Debo in das Thema ein und setzen sich auf unterschiedliche Weise mit Raum, Gestaltung, Zusammenhalt und Gemeinschaft auseinander.
Über die weitere Entwicklung des Konzepts werden wir fortlaufend informieren.
Montag 23. März 2026
Unser Fahrplan steht, die Kulturschaffenden sind gewählt und bestätigt, unser Projekt geht in die praktische Phase, die SuS werden eingebunden, ihre Kreativität ist gefragt. In den Kalenderwochen 23/24/25 sind alle 7. & 8. Klassen in Workshops eingeteilt. Jede Klasse verbringt jeweils zwei Halbtage mit einer oder einem der Kunstschaffenden.
Im ersten Projektjahr steht die Raumwahrnehmung und Sensibilisierung im Zentrum. Die Schüler:innen beschäftigen sich mit der Frage: Wie fühle ich mich hier? und Was würde ich verändern, wenn ich könnte?
Gemeinsam mit dem Spoken-Word-Künstler Valerio Moser erkunden die einen Klassen den Sozialraum Schule. Durch kreatives Schreiben entstehen Texte, die sich im Spannungsfeld befinden zwischen dem Raum, der uns umgibt, und der subjektiven Wahrnehmung dieses Raumes.
Parallel dazu erkunden die anderen Klassen den Schulraum im Bereich bildnerisches Gestalten mit der Künstlerin Anna Katharina Scheidegger. Dabei greifen sie das Thema der Raumwahrnehmung auf und experimentieren zugleich mit neuen künstlerischen Techniken aus der analogen und digitalen Fotografie.
In der Kalenderwoche 26 erhält jede Klasse den Auftrag ihre Workshopergebnisse zu bündeln und festzuhalten. Dabei werden sie von den Lehrpersonen unterstützt. Der Abschluss am Dienstag 23. Juni bildet eine gemeinsame Veranstaltung, bei der die Schüler:innen in Anwesenheit der Kunstschaffenden ihre entstandenen Texte, Fotos bzw. Bilder einander vorstellen und so ihre individuellen Sichtweisen auf den gemeinsamen Raum sichtbar machen. Der Output des ersten Jahres wird dokumentiert und dient als Grundlage für das Umdenken und Gestalten der Räume.

Donnerstag, 6. November
Am Montag 3. November hat Laura Lanfranchi alle Klassen der Os Uettligen persönlich besucht und den Schüler.innen das Projekt "Kulturagent.innen für kreative Schulen" vorgestellt.
Jede Klasse bzw. alle Schüler.innen hatten den Auftrag auf einem Post-it einen von ihnen selbst gewählten Raum oder Ort im Schulbereich zu beschreiben und zu skizzieren. Es ging darum das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit der Schüler.innen zu wecken. Räume, in denen wir uns tagtäglich aufhalten werden meistens nicht wirklich wahrgenommen. Doch diese Räume beeinflussen uns, haben eine Wirkung auf uns – positiv wie auch negativ. Es stellen sich Fragen wie " warum fühle ich mich in diesem Raum wohl, warum lerne ich in diesem Raum ungern, dieser Raum wirkt kühl und langweilig, in diesem Raum kann ich gut entspannen oder konzentriert arbeiten". Zudem haben wir unserem Projekt einen Namen bzw. Titel gegeben. RAUM.WIRKEN
Hier das Ergebnis, dass als Grundlage dienen wird für den weiteren Verlauf des Projektes.
Projektstart
Das Projekt «Kulturagent.innen für kreative Schulen» will das Interesse bei Kindern und Jugendlichen an Künsten wecken und die selbstverständliche Teilhabe an Kultur fördern sowie kulturelle Bildung strukturell verankern.
Das Ziel ist mit künstlerischen Methoden die Schulkultur auf verschiedenen Ebenen weiterzuentwickeln.
Unterstützt wird die Schule von Kulturagentinnen und Kulturagenten. Kulturelle Projekte mit Kindern und Jugendlichen umzusetzen sind ihr Spezialgebiet. Sie kennen die Herausforderungen an Schulen und verfügen über Methoden, wie die Schule diesen Aufgaben bedarfsorientiert und mit künstlerischen Mitteln begegnen kann.
Wie es dazu kam
Im 2024 hat sich die OS Uettligen beworben. Seit ein paar Jahren ist bei uns die Raumgestaltung ein grosses Thema. Mangel an Zeit, Finanzen und personellen Ressourcen konnte die Raumgestaltung nicht zu Ende geführt werden. Das Schulhaus verfügt über interessante, sich für das Projekt Raumgestaltung sehr geeignete Innen- und Aussenräumlichkeiten, die nur darauf warten, genutzt zu werden. Im Stundenplan verankert sind unsere Lernatelier. Für die optimale Durchführung sind zusätzliche Räume notwendig: Treffpunkte für Austausch, Gruppenarbeiten und Aufträge. Unser Wunsch und das Bedürfnis nach Raumgestaltung kann durch Kooperation mit einem/einer Kulturagent.in neue Impulse erhalten.
Die Schüler.innen sollen aktiv in die Gestaltung einbezogen werden, um eine nachhaltige und gemeinschaftsfördernde Umgebung zu schaffen, die die Schulkultur stärkt und Raum für gemeinschaftliches Miteinander fördert.
Unsere Bewerbung wurde akzeptiert. Im August 2025 ist das Projekt gestartet und für zwei Jahre bewilligt worden.
Unser Hauptziel
In einer gemeinsamen kreativen Brainstorming-Runde wurden beim Mise-en-Place-Workshop folgende Qualitäten für diese neuen Räumlichkeiten erarbeitet: Die Räume sollen den Austausch, das gemeinsame Arbeiten und Entspannen fördern. Stille und Musik sollen ihren Platz finden. Sie sollen multifunktional, ästhetisch und langlebig sein und gleichzeitig Naturverbundenheit sowie eine inspirierende Atmosphäre vermitteln, in der sich alle willkommen und wohlfühlen. Der Raum soll Anreize für Tätigkeiten bieten und als Ort dienen, an dem man sich ausleben, oder zurückziehen kann.
Rollen
Laura Lanfranchi wird uns als Kulturagentin begleiten.
Nicole Voyat ist die Kulturbeauftragte der Schule. Sie arbeitet eng mit der Kulturagentin zusammen.
Eine Kulturgruppe gebildet aus Lehrpersonen unterstützt bei der Umsetzung, bringt aktiv Ideen ein und ist die Stimme der Schüler.innen.
Zeitstrahl
Wir befinden uns in der Visionsphase: Der Visionsworkshop hat zu Beginn des Schuljahrs stattgefunden und schliesst am Auftaktworkshop «Mise en Place» an. Er greift die dort formulierten Ziele auf und verdichtet diese zu einer gemeinsamen Vision. Der Visionsworkshop bildet die Grundlage für die Erarbeitung eines Kulturfahrplans.
Zur Zeit wird ein Konzept erarbeitet, das die Grundlage für unser Raumgestaltungsprojekt bilden wird.
Die Schüler.innen werden nach der Herbstpause von der Kulturagentin Laura Lanfranchi persönlich über das Projekt informiert.



